Siegmund Freud ist der Begründer der
Psychoanalyse und gilt als der erste, der dasUnbewusste zum Gegenstand
nachvollziehbarer Forschung und damit dieses als Allgemeingut in unser
Denken befördert hat. Unbewusst ist nach Freud alles, was vergessen ist
oder nicht im Mittelpunkt des Aufmerksamkeitsscheinwerfers steht.
Nach seiner Lehre sind alle psychischen Prozesse - Handlungen, Gefühle,
Charakterzüge, Fehlleistungen, Träume, Neurosen etc. - durch unbewusste
Kräfte determiniert. Mit der Annahme des Unbewussten ergeben sich zwei
Ableitungen:
- Triebe, die man aus dem Bewusstsein
verdrängt, existieren und wirken dennoch weiter.
- Unbewusste Motive bleiben unbewusst,
weil wir daran interessiert sind, ihrer nicht bewusst zu werden. In
diesem Zusammenhang ist im Rahmen einer Therapie oder Beratung das
Phänomen des Widerstandes zu verstehen.
Neurosen erklärt Freud durch Konflikte
zwischen unterschiedlichen unbewussten Triebregungen. Diese können
sexueller oder destruktiver Natur sein. Sexualität –Libido - wird im
umfassenderen Sinne allgemeiner Bedürfnisse und Leidenschaften
verstanden. Neben dem Sexualtrieb nimmt Freud in seinem Spätwerk einen
Zerstörungs- bzw. Todestrieb an, den er mit den vielfältigen Phänomenen
zerstörerischen Handelns des Menschen begründet.
Darüber hinaus hat Freud eine Methodik der
Psychotherapie mit den Kernelementen der Übertragung,
des Widerstandes und der freien Assoziation entwickelt, die in allen
tiefenpsychologisch fundierten Richtungen bis heute Bestand hat.
(erschienen 2008) |
| Autor: |
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Dennis Mohr
Psychologischer
Psychotherapeut
in eigener Praxis
Individualpsychologischer Analytiker
Seminar und Gruppenleiter am
Alfred-Adler-Institut Neuss |
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